Projekt "Strohballenhaus"

Das Strohballenhaus

 

ist ein Projekt der Volkstanz- und Brauchtumsgruppe Schale. Eine junge Dame, Ingeburg aus Bremen, die das Kinderprogramm auf dem Leinen-, Handarbeits- und Handwerkermarkt mit Lehmarbeiten bereicherte, hatte an einem Workshop in Recklinghausen teilgenommen, in dem ein Strohballenhaus gebaut worden war.

 

Die Idee so ein Jugendprojekt in Schale umzusetzen war geboren. Viele Jahre suchte Marlies Rethmann-Musekamp nach Gelegenheiten, diesen Traum umzusetzen.

 

2005 formulierte sie kurzentschlossen einen Projektantrag im Rahmen einer bilateralen Begegnung. Florenz B. aus Recke, der über gute Kontakte nach Litauen verfügte, war behilflich beim Zustandekommen dieses bilateralen Projekts. Ende August 2006 reiste dann anlässlich des Leinen-, Handarbeits- und Handwerkermarktes eine Jugendgruppe aus Litauen an. Der Bau konnte beginnen. Natürlich kamen wir nicht so weit wie wir uns vorgestellt hatten, aber dennoch konnten wir am Ende der Begegnung ein zünftiges, deutsch-litauisches Richtfest nach traditionellen Bräuchen beider Länder feiern.

 

Die Einweihung des Strohballenhauses erfolgte dann am zweiten Pfingsttag 2007. Zu diesem Zeitpunkt war allerdings der Außenputz noch nicht vollständig aufgetragen. Im Rahmen der anschließenden Sommerfreizeit der Schaler Volkstanz- und Brauchtumsgruppe wurde die Räumlichkeit richtig eingeweiht.

 

Ziel dieses Projektes

 

... ist einerseits, Pilotprojekt für Jugendgruppen, die nach günstigen Räumlichkeiten suchen, andererseits ein Beispiel alternativer Bauweisen, die lange in Vergessenheit gerieten, zu sein.

 

In holzarmen Gegenden Nebraskas sollen schon Ende des 19. Jahrhunderts von den Siedlern Häuser aus Heuballen gebaut worden sein und zwar lasttragend, ohne weitere Holzständer in den Wänden, so wie unser Gebäude, das allerdings aus Strohballen gefertigt wurde.

 

Nach Auskunft von Experten, lassen sich mit Holz, Stroh und Lehm auf relativ einfache Weise extrem wärmegedämmte, gesunde und umweltfreundliche Wohnhäuser erstellen. Die Materialien eines Strohballenhauses -Holz, Lehm und Stroh- enthalten keine Schadstoffe, sind nachwachsend und reichlich vorhanden. Der auf den Wandflächen aufgetragene Lehm sorgt für ein angenehmes, gesundes Raumklima und optimalen Feuchteausgleich.

 

Während diese Bauweise in der Zeit von 1940 bis 1980 fast ganz in Vergessenheit geriet, erfreut sie sich seit ungefähr 15 Jahren zunehmender Beliebtheit.

 

Das Strohballenhaus ist nicht nur umweltfreundlich, sondern auch besonders kostengünstig. Angesichts schmaler Familienbudgets, steigender Energiekosten und hoher Dämmauflagen bietet diese Bauweise eine echte Alternative, die man gesellschaftsfähig machen sollte.

 

Für weitere Informationen stehen Ewald und Marlies Musekamp zur Verfügung.

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